Zwischen Licht, Bewegung und leiser Tiefe mit Indy

26.3.2026

Die Begegnung

Ich begegnete Indy 2007. In einer Zeit, die heute weit weg scheint. In der Kita, in die ich damals auch meine beiden Mädchen brachte.

Indy war ein Kind, das man nicht suchen musste. Er war einfach da. Mit seiner Energie und seinem ungebremsten Wesen, forderte er ganz selbstverständlich die Aufmerksamkeit der Erwachsenen heraus. Nicht laut, sondern lebendig.

Schon damals war da diese Individualität. Etwas Eigenes. Etwas, das nicht angepasst war. Voller Lebensfarben, die man ihm sofort entnehmen konnte. Sein strahlendes Lachen fragte nie, ob es darf. Seine Bewegung folgte seiner Neugier. Und da war diese Selbstverständlichkeit, einfach zu sein.

Damals wusste ich noch nicht, dass genau diese Qualität bleibt und mich, auf eine stille Weise, weiter begleiten würde.

Die Person

Etwas im Manne, den er heute ist, hat sich nicht verändert. Nach wie vor unverkennbar, das Leuchten in seinen Augen. Vielleicht ist es genau das, was ihn besonders macht, in seiner Neugier und Lebensfreude, die er schnell mal im Denken, Wahrnehmen und Erfassen von Situationen umsetzt.

Clever, präzise und gleichzeitig in Bewegung. Im Fluss seines Sein, als würde etwas in ihm nie ganz still sein. Und doch gibt es diese andere Seite, die leise, schier unzugänglich, ein Hauch von Melancholie. Fein wahrnehmbar, wenn er innehält und fokussiert. Wenn er durch die Linse seiner Kamera bei sich ist.

In diesen Momenten geschieht etwas. Es ist, als würde er nicht nur sehen, sondern fühlen, was vor ihm liegt. Und genau darin liegt seine Gabe.

Er begegnet Objekten und Subjekten, die oft übersehen werden. Nicht, weil sie nichts zu zeigen hätten, sondern, weil sie nicht im Vordergrund stehen.

Indy sieht sie. Und er lässt sie sein.

Ohne Korrektur.
Ohne Inszenierung.
Und genau darin entsteht Echtes.


Bewegung – Schnee, Berge und Skier

Und dann ist da noch eine andere Welt: frei und unbändig. Indy ist einer der verrücktesten Skifahrer, die man kennt, im besten Sinne. Schnee ist für ihn kein Element. Schnee Berge und Ski sind sein Elixier. Es ist da, wo Freiheit seine eigene Ausdrucksform findet, die im Alltag oft keinen Platz hat.

Freestyle ist nicht das, was er tut. Es ist seine Sprache. Dort im Schnee, wo andere kontrollieren, lässt er los. Wo andere abwägen, ist er bereits in Bewegung. Vielleicht ist genau das die Verbindung zwischen seiner Arbeit und seinem Sein. Ob in Bildern oder im Schnee, im feinen unbändigen, beides entsteht im Moment. Beides braucht Präsenz und beides funktioniert nur, wenn man wirklich da ist.

Die Brille

Peter and May – „Jenny“

Diese Brille ist Statement und Understatement zugleich. Still. Klar. Schier Unaufgeregt. Und doch formschön und stilsicher.

Die „Jenny“ lebt von ihrer Geradlinigkeit. Von einer Zeitlosigkeit, die nichts hinzufügen muss. Sie beschönigt nicht. Sie übertreibt nicht. Sie wirkt durch sich selbst.

Der Stil

Indy trägt, was stimmt. Ein schmaler Grat zwischen Zeitlosigkeit und dem Neuen. Sein Stil entsteht angelehnt an zeitlose Trends mit unverkennbarer Identität. Vielleicht leicht berührt von der Zeit, aber nie von ihr bestimmt.

Der Gedanke

Vielleicht sind es genau Menschen wie Indy, die uns Nuancen zeigen, ohne es erklären zu wollen. Sichtbarkeit entsteht unerzwungen, aus sich heraus und gerade deshalb prägend. Weil sie im Moment sich vollkommen hingeben.

Sehen beginnt nicht dort, wo wir hinschauen, sondern dort, wo wir bereit sind, wirklich zu begegnen.

Pamela Pagliara

Pamela Pagliara

Inhaberin & Optikerin